Passivhaus-Komponenten bei energetischer Gebäudesanierung

25.9.2005
Eine Gebäudesanierung mit umfassenden Vorteilen

Energetische Gebäudesanierung wird für die nächsten beiden Jahrzehnte zu einem zentralen Aufgabengebiet der Bauwirtschaft. Im Gebäudebereich ist Energieeinsparung mit bestem Kosten-Nutzen-Verhältnis durch den Einsatz von Passivhaustechnologie möglich. Hohe Einsparungen bis zur Reduktion um den Faktor 10 auf ein Zehntel des Ausgangswertes können erreicht werden.
Techniken für energieeffiziente Sanierung sind vorhanden und ausreichend erprobt. Es geht von der baulichen Seite her vor allem darum, die wärmeübertragende Gebäudehülle möglichst gut zu dämmen. Statt der üblichen Dämmdicken von 6 bis 12 cm werden Dämmdicken von 20 bis 30 cm angestrebt. Dazu kommen hochwertige Fenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung und gedämmten Rahmen. Hinsichtlich der Qualitätssicherung muss besonderes Augenmerk auf die Minimierung von Wärmebrücken und eine hohe Luft- und Winddichtheit gelegt werden. Zu-/Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung sorgen nicht nur hohe Energieeffizienz, sondern vor allem für erhöhten Komfort und beste Raumluftqualität. Abgerundet wird das Konzept durch rationelle und regenerative Restwärmebereitstellung.

Innovative Gebäudesanierung bringt viele Vorteile

Das Aufgabengebiet der Gebäudesanierung stellt eine hervorragende Chance für Arbeitsmarkt-, Umwelt- und Stadtentwicklungspolitik der nächsten zwei Jahrzehnte dar. Das Ziel der hohen Verbreitung hocheffizienter Sanierungstechniken lässt unter ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Aspekten Gewinne entstehen:

der Wohnungswirtschaft wird Hilfestellung zum Abbau ihres Sanierungsstaus geleistet
der Industrie wird ein breites Anwendungsspektrum für innovative Produkte eröffnet
die (regionale) Bauwirtschaft kann die Einbrüche der letzten Jahre ausgleichen
Fördermitteln steht ein Investitionsvolumen mit dem Faktor 10 gegenüber
Arbeitslosen- und fiskalische Effekte lassen Fördermittel zu 100 % zurückfließen
die avisierten 50er- und 60er-Jahre Quartiere werden städtebaulich aufgewertet
hoher Komfort und Behaglichkeit statt Kondenswasser- und Schimmelprobleme
CO2-Reduktion mit sehr günstigem Kosten-Nutzen-Verhältnis
deutliche Reduktion des Ressourcenverbrauchs fossiler Energieträger als
Grundlage für nachhaltige Volkswirtschaft sowie globalen Interessenausgleich, der eine Voraussetzung für ein weltweites friedliches Miteinander darstellt.

Autor: Dr. Burkhard Schulze Darup

Bei der Internationalen Tagung "Ökologische Gebäudesanierung" vom 13. bis 15. Oktober 2005 in Weiz können Sie mehr darüber erfahren. Arch. Schulze-Darup, der bereits mehrfach Projekte umgesetzt hat, bei denen Passivhaus-Komponenten zur energetischen Gebäudesanierung eingesetzt wurden, hält im Rahmen der Konferenz einen Vortrag.

Umfangreiche Details sowie das Programm der Tagung unter www.aee-intec.at

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