Bild: © oekonews

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15. Juni Tag des Windes

14.6.2012
Dringender Handlungsauftrag für Rio +20 und die österreichische Regierung

Morgen wird in über 40 Ländern der internationale Tag des Windes gefeiert. Die Windenergie ist eine saubere und umweltfreundliche Stromerzeugungstechnologie und ein entscheidender Teil der Lösung für den raschen Ausstieg aus den fossilen Energien. In Rio +20 müssen nächste Woche die Weichen für verbindliche Ziele gestellt werden. In Österreich geht es um die Realisierung des Windpotentials bis 2020 durch die Verordnung von Einspeisetarifen in adäquater Höhe.

Am 15. Juni wird der internationale Tag des Windes in 40 Ländern der Erde gefeiert. Dieser Tag ermöglicht die Windenergie kennen zu lernen, Neues zu entdecken und sich über die Vorteile der Windenergie zu informieren. "Windenergie ist eine saubere, umweltfreundliche und günstige Energie. Die IRENA begrüßt diese globale Initiative", erklärt Adnan Amin, Director General der International Renewable Energy Agency (IRENA). Allein in Österreich werden mehr als 20 Events rund um den Tag des Windes veranstaltet. Alle Events sind auf der eigens eingerichteten Website zu finden: www.tagdeswindes.at

In Rio +20 müssen die Weichen gestellt werden Um die Auswirkungen des Klimawandels auf ein erträgliches Maß zu begrenzen, müssen nächste Woche klare Ziele gesetzt werden. "Windenergie bietet die Lösung eines der drängendsten Probleme von heute, dem Klimawandel. Der Energiesektor ist weltweit der größte Treibhausgasemittent. Windenergie erzeugt gar kein Kohlendioxid", erklärt Steve Sawyer, Secretary General des Global Wind Energy Council. Bereits heute wird in mehr als 75 Ländern die Windenergie zur Stromerzeugung genutzt. 21 Länder haben bereits mehr als 1.000 MW Windkraftleistung installiert. Auch in Österreich stehen bereits mehr als 660 Windräder mit über 1.100 MW Windkraftleistung.

Seit der Ratifizierung des Kyoto Protokolls im Jahr 1997 wurde die Windkraftleistung um das 30-fache auf 250.000 MW ausgebaut. Bis 2015 wird es zu einer Verdoppelung der Leistung der Windkraft kommen, bis 2020 ein weiteres Mal. 2020 wird die Windenergie 9 bis 12% des gesamten globalen Stromverbrauchs abdecken und dann jedes Jahr 1,5 Mrd. Tonnen CO2 einsparen.

Für die Realisierung dieses Windenergiepotentials bedarf es aber einer klaren Vorgabe. UN Generalsekretär Ban Ki-moon fordert daher in einer Initiative "Erneuerbare Energie für Alle" neben einem universalen Energiezugang und der Verdoppelung der Energieeffizienz, die Verdoppelung der Erneuerbaren Energien bis 2030.

Österreichischer Windkraftausbau wartet auf das Signal für die Investitionen im Windenergiebereich

Anfang Juli tritt das neue Ökostromgesetz 2012 in Kraft. "Dieses Gesetz ist ein Meilenstein für den Ökostrom in Österreich", freut sich Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. "Damit das Ökostromgesetz seine positive Wirkung langfristig gesichert entfalten kann und der Ausbau der Windenergie konstant weiter läuft, müssen die Einspeisetarife in adäquater Höhe verordnet werden", bekräftigt Moidl.

Medienpartner


Wir bedanken uns bei unseren Medienpartnern des "Tag des Windes":


Umweltjournal, IKZ Energy, Biologisch.at, oekonews.at, Radiosendung "Klimanews", Umweltdachverband, Klimabündnis Österreich, Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie, Photovoltaik Austria, energie:bau, Lebensart, FOTOobjektiv

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Weitere Infos: IG Windkraft

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