Bild: © Phoenix Solar

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Strompreis: Energiewende bringt kurzfristig leichte Preiserhöhung, mittelfristig aber geringere Kosten für Verbraucher

27.6.2012
Oberösterreichs Energie-Landesrat lädt E-Control-Chef Boltz zum öffentlichen Streitgespräch

Die aktuelle Panikmache des Chefs der E-Control, der Strompreis werde innerhalb der nächsten 5 Jahre aufgrund der Energiewende um 25 Prozent steigen, ist eine Verunsicherung vieler Konsumenten, die ganz offensichtlich auf keinen Gesamtberechnungen aufbaut. Denn Boltz rechnet offenbar einerseits die vielen Investitionen in die österreichische Netzinfrastruktur, die zu einem Gutteil auch ohne Energiewende erforderlich wären, der Energiewende zu und berücksichtigt offensichtlich nicht, dass mit der Energiewende eine ganze Reihe von Kostenreduktionen und volkswirtschaftlichen Vorteilen verbunden sind: - massive Verringerung der Importkosten für fossile Energie und Atomstrom, die insgesamt im vergangenen Jahr in Österreich bei rund 15 Milliarden Euro gelegen sind - gesteigerte Wertschöpfung in den Regionen durch Investitionen in Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energie vor Ort - damit massive Zuwächse im Bereich der grünen Jobs - Wettbewerbsvorteile für die Wirtschaft durch geringere Produktionskosten durch geringeren Energieverbrauch - Preisdämpfung auf den internationalen Strombörsen durch den massiven Ausbau von Photovoltaik, wie die von mir gestern präsentierte Studie belegt Anschober :"Vor allem aber baut die Energiewende vorrangig auf mehr Energieeffizienz und umfassende Energieeinsparung auf. Dies wird zu geringeren Kosten führen, die mittelfristig auch kurzfristige Preiserhöhungen bei Strom mehr als ausgleichen. Wer durch mehr Effizienz und Einsparung deutlich weniger Kilowatt verbraucht, wird eine stabile Rechnung haben, auch wenn kurzfristig die Preise sich leicht erhöhen. Die Energiewende wird daher wesentlich dazu beitragen, dass die Kostenexplosionen bei den knapper werden fossilen Energieträgern abgefangen werden - für den Verbraucher bleiben bei kluger Planung und Umsetzung der Energiewende durch Politik und Wirtschaft stabile bis sogar reduzierte Kosten." Da die Aussagen von Boltz vielfach für große Verunsicherung gesorgt haben, lädt Anschober Boltz zu einem öffentlichen Streitgespräch nach Linz ein. "Die zentrale Frage unserer Energiezukunft braucht Klärung. Das ist das Ziel des Streitgesprächs".

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