Bild: © Initiatoren des energytalks v.l.: Ing. Robert Pichler (TBH), Mag. Susanne Schneider-Assion (ODÖRFER), Gerhard Lernpeis (Vertriebsleiter ODÖRFER), Ing. Bernhard Hammer, MBA (Dipl. Energie-Autarkie-Coach e² group umweltengineering GmbH)

Bild: © Initiatoren des energytalks v.l.: Ing. Robert Pichler (TBH), Mag. Susanne Schneider-Assion (ODÖRFER), Gerhard Lernpeis (Vertriebsleiter ODÖRFER), Ing. Bernhard Hammer, MBA (Dipl. Energie-Autarkie-Coach e² group umweltengineering GmbH)

energytalk: Green home - Bauen für die Zukunft

10.7.2012
Der Wandel hin zu erneuerbaren Energien beeinflusst und verändert das Bauen und Wohnen der nächsten Generationen.

Wie sich neue ressourcenschonende Technologien auf die Gebäude von morgen auswirken, zeigte der energytalk am 5. Juli zum Thema „Green Home – wie bauen wir in Zukunft?“. Veranstaltet von ODÖRFER Haustechnik GmbH und dem Technischen Büro Ing. Bernhard Hammer GmbH stieß der energytalk mit Vorträgen rund um das Bauen für die Zukunft, diesmal im Saubermacher ECOPORT, erneut auf großes Interesse.

Graz, Juli 2012. Hohe Ressourcen- und Energieeffizienz sowie eine geringe Belastung der Umwelt und Gesellschaft – diese Teilbereiche beschreiben heute green buildings. In Zukunft müssen in Anbetracht des Lebenszyklus eines Gebäudes noch weitere Kriterien beachtet werden. Über den Entwicklungsprozess von nachhaltigem Bauen und Wohnen sprachen Experten beim energytalk. Mehr als 220 Gäste nahmen im durch Grundwassernutzung bestens gekühltem ECOPORT Platz und zeigten einmal mehr ihr Interesse an der Zukunft mit erneuerbaren Energien und Ressourcen.

„Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke“, eröffnete Hofrat DI Dr. Wilhelm Himmel, Nachhaltigkeitskoordinator des Landes Steiermark, Fachabteilung 19D Abfall- und Stoffflusswirtschaft, seinen Vortrag über „Nachhaltig bauen und sanieren in der Steiermark“. „Wir gehen mit Ressourcen um als hätten wir vier Erden“, zeigte Himmel auf, dass es in Zukunft weder einen Neubau noch eine Sanierung ohne Recycling von Baurestmassen geben wird. Laut EU-Bauprodukt-Verordnung dürfen ab 1. Juli 2013 Bauwerke nur mehr so gebaut bzw. abgerissen werden, dass diese recycelt und natürliche Ressourcen geschützt werden. „Aus Bauschutt wird Recyclingbeton. Damit gewinnt der Ausspruch – ohne Kies kein Bau – eine neue Bedeutung.“ Auch DI Jörg Waldauer, Abteilung Projektfinanzierung Raiffeisenlandesbank Steiermark, betonte die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes von der Idee bis zur Errichtung, Nutzung und schließlich dem Abriss und sieht hier bereits die Weiterentwicklung des „Green home“ zum „Blue home“ und mit der Einbeziehung der Gesellschaft schließlich zum „White home“. „Erneuerbare Energien sowie dementsprechende Bauweisen und Technologien müssen in der Gesellschaft verankert und selbstverständlich werden“, so Waldauer in seinem Vortrag zu „Green home – Sicht einer Bank – Green home ist eine Etappe im ständigen Entwicklungsprozess der Nachhaltigkeit“. Ing. Ewald Selvicka, Geschäftsführer AEE Intec Institut für Nachhaltige Technologien, betrachtete die zukünftige Energieversorgung aus der Sicht des „Förderprogramms Solarthermie und Solare Großanlagen“: „Neben der Reduktion des Energiebedarfs bei Neubauten muss das Potential der Solarenergie, vor allem im Städtebereich, genutzt werden um energieautonom zu werden.“ Noch bis 21.9.2012 werden solare Großanlagen mit bis zu 40% gefördert. Am besten Weg zur Energieautonomie ist der ECOPORT. „Eine offene und flexible Bauweise sowie der Einsatz erneuerbarer Energien und intelligenter Haustechnik zertifizierten das Gebäude als Klimaaktivhaus“, erklärte Ing. Thomas Reischl, Leiter Technik & Einkauf Saubermacher Dienstleistungs AG das „best practice – Saubermacher ECOPORT“.

Einen Anstoß zum Weiterdenken gab die anschließende Diskussion über zukünftige Maßnahmen angesichts der knapper werdenden Ressourcen und ansteigenden Baurestmassen. „Bereits bei der Planung muss die Fähigkeit hergestellt werden, dieses Gebäude wiederzuverwerten“, denken die Diskutanten Heinz Schöttli, Abteilungsvorstand, Stadtplanung Graz, Ing. Wolfram Sacherer, Ennstal Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft regGenmbH sowie GBV-Obmann-Stellvertreter und Ing. Bernhard Hammer, MBA, Dipl. Energie-Autarkie-Coach e² group umweltengineering GmbH, in naher Zukunft an eine ganzheitliche Kreislauf-Planung von Gebäuden und Schaffung von recyclingfähiger Häuser.

„Ob green home, white home oder recycle house – der verantwortungsvolle Umgang mit Energie und Rohstoffen auf einem endlichen Planeten muss weiterhin bewusst gemacht werden. Das immer größer werdende Interesse für eine nachhaltige Zukunft zeigt angesichts der vollen Aula im ECOPORT, dass wir mit dem energytalk am richtigen Weg sind“, so die Veranstalter Mag. Susanne Schneider-Assion, geschäftsführende Gesellschafterin ODÖRFER Haustechnik GmbH und Ing. Robert Pichler, geschäftsführender Gesellschafter Technisches Büro Ing. Bernhard Hammer GmbH, die den Abend beim anschließenden energytalk Sommerfest gemütlich ausklingen ließen.

Artikel teilen: GastautorIn: Mag. Viktoria Györy für oekonews.
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