Bild: © Wenisch - Antonia Wenisch

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Österreichische Anti-Atombewegung verliert wichtige Expertin

26.7.2012
Ing.in Antonia Wenisch ist am 21. Juli 2012 nach kurzer schwerer Krankheit im 62. Lebensjahr verstorben.

Antonia Wenisch war mehr als 25 Jahre lang eine international anerkannte Expertin und eine der wenigen Frauen im Bereich Energiepolitik und Kernenergie. Seit der Zwentendorf-Debatte in Österreich war sie eine unermüdliche und profunde Kritikerin der Atomkraft. Sie verstand es nüchterne und sachliche Analysen mit großem persönlichem Engagement zu verbinden und hat so in der Anti-Atombewegung die Österreichische Haltung zur Kernenergie wesentlich mitgestaltet. Und 2010 wurde sie mit dem ÖGUT-Umweltpreis "Frauen in der Umwelttechnik" geehrt.

Seit 1986 arbeitete Antonia Wenisch, auch Mutter und Ehefrau, tatkräftig im Österreichischen Ökologie-Institut, wo sie anlässlich des Reaktorunfall in Tschernobyl die Gamma-Strahlenmessstelle als Service für besorgte Bürger und Bürgerinnen aufbaute. Sie engagierte sich für Reaktorsicherheit, Radioökologie und Energiepolitik. In den Jahren 1996 bis 2006 leitete sie engagiert und souverän die Geschicke des Österreichischen Ökologie-Instituts. 2010 ging Antonia Wenisch in den "formellen Ruhestand", arbeitete aber als freie Konsulentin in ihren Themengebieten weiter.

Mit Antonia Wenisch verliert die Österreichische Umweltbewegung eine ihrer wichtigsten Proponentinnen. Seit dem Beginn aller Bemühungen für ein nachhaltiges Österreich in den frühen 70er Jahren bis zu ihrem viel zu frühen Ableben war sie eine herausragende Persönlichkeit und Mitgestalterin. Die von ihr erbrachten Leistungen für den Umweltschutz und ein kernkraftfreies Österreich verdienen unseren größten Respekt.

Auch für viele unserer oekonews-Redakteure war Antonia Wenisch ein Vorbild. DANKE für den Einsatz für ein Österreich ohne Atomenergie!

Quelle: Österreichisches Ökologie-Institut

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